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Chrom(VI) in den Verbrennungsaschen von Müllverbrennungsanlagen

Autorenbild: Markus Sommer
Markus Sommer
vor 10 Minuten
1 Min. Lesezeit

Wie Chromate in Rost-, Kessel- und Filteraschen entstehen und warum der Staub bei Revisionen den Ofen verlässt


Dekontamination auf dem Verbrennungsrost unter Vollschutz
Dekontamination auf dem Verbrennungsrost unter Vollschutz

Chrom(VI)-haltige Verbrennungsaschen entstehen durch die Oxidation chromhaltiger Abfallbestandteile und von Korrosionsprodukten aus den Legierungen der Edelstahlroste. Bei hohen Temperaturen und Sauerstoffüberschuss reagieren Cr(III)-Verbindungen unter anderem mit Calcium-, Natrium- oder Kaliumverbindungen aus dem Verbrennungsgut zu Chromaten. Diese vermengen sich mit den Rost-, Kessel- und Filteraschen.


Bereits beim kurzzeitigen Öffnen der Türen, vor allem aber bei Revisionen, können sich die Aschen mit den darin enthaltenen Chrom(VI)-Verbindungen unkontrolliert verteilen. Dabei werden auch die Bereiche um den Ofen kontaminiert.


Arbeiten an der geöffneten Ofentür
Arbeiten an der geöffneten Ofentür

Wahrgenommen wird dieser Staub lediglich als Asche. Tatsächlich ist er eine inhalative und dermale Gefährdung für Mensch und Umwelt. Er setzt sich auf der Kleidung und unter dem Schuhwerk ab und wird so unbeabsichtigt verschleppt, teilweise bis in den privaten Lebensbereich der Beschäftigten.


Die Chromatsanierer von Kavarmat® haben gemeinsam mit den Chromatexperten Arbeitsabläufe entwickelt, die eine Exposition nach außen verhindern. Die Aschen und Verbrennungsreste, die nach dem Herunterfahren chromatkontaminiert im Ofen liegen, werden dekontaminiert und gesammelt. Die weiteren Arbeiten lassen sich danach mit geringerem Risiko durchführen.


Zur Staubbindung im Verbrennungsofen wird KavarClean®Redox Powder eingesetzt. Die Reduktionslösung wird nicht gebrauchsfertig gelagert, sondern erst unmittelbar vor der Anwendung mit Wasser angesetzt.


Dekontamination im eingerüsteten Feuerraum
Dekontamination im eingerüsteten Feuerraum

Diese Behandlung reduziert Chrom(VI) chemisch zu Chrom(III), anschließend wird die behandelte Kontamination aufgenommen. Sie ist eine arbeitsschutzbegleitende Maßnahme zur Verringerung einer möglichen Exposition. Die Gefährdungsbeurteilung und die daraus abzuleitenden Schutzmaßnahmen ersetzt sie nicht.


Aufnahme der Kontamination im Türbereich des Ofens
Aufnahme der Kontamination im Türbereich des Ofens

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